Crossing Europe 2013 – Die glücklichen Gewinner | FAUX FOX Magazine

Crossing Europe 2013 – Die glücklichen Gewinner

30.04.13
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Jurymitglied Sarlote Liduma verkündet den Gewinnerfilm der European Competition.
Am Sonntag ging die fulminante zehnte ‘Ausgabe’ des Crossing Europe Filmfestival in Linz zu Ende. Rund zwanzigtausend Besucher, die sich vom Festivalfieber gepackt in den Kinosälen, bei den diversen Talks und den Partys der Nightline tummelten, konnten gezählt werden. Die Besonderheit des Festivals mit Schwerpunkt auf jungem europäischen Autorenkino ist dabei seine lockere Atmosphäre und einfache Zugänglichkeit: nach fast jedem Film gibt es Q&As mit den Filmschaffenden und bei der Nightline kann man auch mal ein Bier mit ihnen trinken. Überzeugend ist außerdem die zentrale Lage der Locations, man muss nicht wie bei anderen Festivals durch die gesamte Stadt pendeln, um vom einen Film zum anderen zu kommen. Das sogenannte OÖ Kulturquartier rund um den OK-Platz, der als Zentrum des Geschehens dient, bekommt dabei über fünf Tage hinweg ein internationales Flair.
So sehen SiegerInnen aus: Iveta Grófová, Ektoras Lygizos, Marcal Forés

Bei der Preisverleihung am Samstagabend vergab die Jury den mit 10.000 Euro dotierten CROSSING EUROPE AWARD an den griechischen Regisseur Ektoras Lygizos und seinen Film Boy Eating The Bird’s Food. Darin erzählt er von dem jungen Sänger Yorgos, der sich durch das von der Krise geplagte Griechenland durchschlagen muss – ohne Job, ohne Perspektive, ohne jegliche Hoffnung. Sein Alltag ist gekennzeichnet vom Überlebenskampf, einziger Fixpunkt im Leben ist sein Kanarienvogel. Obwohl die Finanzkrise nicht direkt thematisiert wird, sehen wir in diesem Film wie sie Yorgos zu einem erbärmlichen, menschenunwürdigen Dasein verdammt.

Eine Special Mention erging außerdem an Iveta Grófová, Regisseurin von Made in Ash, eine slowakisch-tschechische Produktion über den Abstieg einer jungen Fabriksnäherin zur Prostituierten.

Boy Eating The Bird’s Food: Die Handkamera verfolgt Yorgos durch Athen.

Beim FEDERORA AWARD for European Documentary und dem CROSSING EUROPE AUDIENCE AWARD wurden zwei Arbeiten ausgezeichnet, die wir in unserem letzten Blogpost schon als persönliche Favoriten erwähnten. Der Preis für den Dokumentarfilm ging an den schweizerischen Regisseur Peter Liechti für Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern. Über den Publikumspreis durfte sich der Spanier Marcal Forés für seinen düster-romantischen Spielfilm Animals freuen.

Die Eltern als Hasenmarionetten: ‘Vaters Garten’ ist eine Abhandlung über Liebe, Familie und das Älterwerden.
Bizarre Vorfälle an einem spanischen Gymnasium: ‘Animals’ erzählt von Jugendlichen und ihren Innenwelten.

Es waren aufregende Tage, die wir auf unseren Streifzügen durch Europa in Linz verbracht haben. Danke, liebes Crossing Europe Team, dass wir dabei sein durften. Danke, für all die wunderbaren Filme, die freundliche Festivalatmosphäre und die spaßigen Nächte bei der Nightline. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Save the Date: Crossing Europe 2014, 25. bis 30. April
Fotos 1 und 2: subtext.at
Fotos 3 bis 6: Crossing Europe
 
(Matthias)

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